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Titel

Weiher Weidnvd-logo50x400

Der Weiher Weid liegt in einer ehemaligen Kiesgrube (die Gebietsfläche beträgt um
40 a) und liegt am westlichen Rand von Dürrenäsch nahe dem Weiler Steinenberg.
In Hanglage am Waldrand gelegen, wird er oberhalb von kräftigen Buchen umgeben.
Das Gebiet gehört der Ortsbürgergemeinde Dürrenäsch. Früher wurde hier Kies
abgebaut und später diente die Grube zeitweise als Gemeindedeponie.
Heute präsentiert sich diese Kiesgrube als ein interessantes ökologisches Biotop von
kommunaler Bedeutung. Der NVD hatte vor einigen Jahren mit gezielten
Massnahmen die Grube aufgewertet:
– Im Dezember 2004 wurden Bäume und Sträucher gerodet und der Wald stark
ausgeholzt um den Schatten auf die Grube zu verringern.
– Im September 2005 wurden an den westlichen und südlichen Abhängen die
Humusschicht mit einem Bagger abgetragen und die Vegetation abgekratzt
sodass die offenen Kieswände wieder zum Vorschein kamen. Weiter
vergrösserte und vertiefte man den Weiher etwas, damit er in einem
niederschlagsarmen Frühling nicht gleich austrocknet wie bis anhin. Die NVD
Mitglieder schichteten auch Holz und Steine zu Haufen um verschiedensten
Tieren Unterschlupf zu gewähren.
Das Ziel war durch Lichteinfall, offene Kieswände und vergrösserte Wasserfläche die
Artenvielfalt mindestens beizubehalten oder gar zu vermehren. Seit 1981 wurde
nämlich die Geburtshelferkröte in der Grube nicht mehr nachgewiesen und mit dieser
Sanierung bestand die berechtigte Hoffnung ihr feines „Glöggeln“ bald wieder zu
vernehmen.
So entstand ein vielfältiger Lebensraum wo Amphibien wie Grasfrosch, Erdkröte,
Bergmolch und Geburtshelferkröte sich tummeln können. Im Frühling ist der Weiher
voll von verschiedenen Laichen und Larven. Der Grasfrosch setzt seine Laichballen
meist in Verlandungszonen von stehendem und langsam fliessendem Gewässer. Die
Erdkröte hingegen bevorzugt Gewässer mit Röhricht, zwischen dessen Halme sie
ihre Laichschnüre spannt. Das Männchen der Geburtshelferkröte trägt seine
Laichschnüre solange mit sich herum bis es die schwimmfähigen Larven ins Wasser
absetzen kann und beim Bergmolch heftet das Weibchen die befruchteten Eier
einzeln zwischen Pflanzenteile und Blätter.
Für die Weiterentwicklung dieser Tiere spielt die Umgebung eine lebenswichtige
Rolle. Sie brauchen entsprechend ihren Bedürfnissen Hecken, Kiesböschungen,
Waldränder oder Wald. Deshalb ist es wichtig, dass diese Elemente miteinander
verbunden sind und entsprechend gepflegt werden.
So stehen für unsern Verein im Herbst alljährlich Pflegearbeiten an: Gras und
Büsche werden gemäht, geschnitten und zu Haufen aufgeschichtet, kleinere Bäume
sägen wir um. Die Kiesabhänge befreien wir mit Hacke und Haue von wucherndem
Grün.    Martha Sager 6.1.2010

Weiher „Chüeloch“

Dieser Weiher ist unser ältestes Biotop. Es wird von uns schon seit 1952
gepflegt. 2001 wurde es einer umfangreichen Sanierung unterzogen. Dank
dieser Sanierung gewannen wir den Sommervogelpreis. An diesem
idyllischen Ort lädt eine schöne Bank zum Verweilen ein. Diese wurde vom
Kunstschnitzer Peter Sigrist spendiert.
Das „Chüeloch“ ist ein typischer Waldweiher. Geschätzt wird dieser vor
allem von Fröschen, Kröten, Molchen, Libellen usw. Im Frühling, zur
Laichzeit, kommt hin und wieder ein Entenpaar oder ein Fischreiher
vorbei. Es besteht das Gerücht, dass an feuchtwarmen Abenden auch
schon Feen beobachtet wurden.
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
westlich von Dürrenäsch Flurname Chüeloch.    Jörg Mafli 11.1.2010

Weiher Bauschutz

Die Kiesgrube liegt im Wald nahe dem höchsten Punkt von Dürrenäsch auf 720müM. Die
Kiesgrube wurde in den 50er- bis 60er Jahren für den örtlichen Strassenbau genutzt und hat
heute noch einen nutzbaren Vorrat an Kies für ein paar Jahrzehnte. In grösseren Abständen
von mehreren Jahren, wird Kies ab Wand gewonnen und auf die gewünschte Grösse für
Waldstrassen gebrochen.
Ohne die Kiesnutzung hätte sich wahrscheinlich die Geburtshelferkröte als Pionierart in
diesem Gebiet nicht etabliert. Sporadische Eingriffe mit Baumaschinen fördern offene
Kiesflächen, was der Pflege des Biotopes entgegen kommt. Es bestehen Abmachungen mit
der Gemeinde, dass solche Eingriffe miteinander geplant werden.
Die Kiesgrube beherbergt einen ca 120m2 grossen Weiher, dessen Grösse stark mit dem
Wasserstand schwankt und zwei kleineren Tümpeln von ca 8m2 Grösse. Sie ist im Inventar
der Amphibienlaichgebiete von Nationaler Bedeutung aufgenommen und wird von Bergmolch, Erdkröte, Grasfrosch und der Geburtshelferkröte besiedelt. Die offene und sonnige Lage gefällt der Geburtshelferkröte besonders. Einen Teil der offenen Kiesflächen wird durch Abrutsche natürlich erhalten und der andere Teil wird vom Natur- und Vogelschutz von der Vegetation befreit. Ein besonderer Effort wird jeweils zur Neophytenbekämpfung geleistet, insbesondere gegen das kanadische Berufskraut. Der Bestand der Amphibien wird durch das kantonale Amphibienmonitoring überwacht. Die erste Zählung datiert von 1978 und weist die Geburtshelferkröte nach. Seit 2001 wurden die Amphibien in der Kiesgrube fast jährlich nach einer klar vorgegebenen Methode gezählt. Pro Jahr wurden jeweils 3 Begehungen zwischen 20. April und 31. Juli gemacht und die beste aller Begehungen notiert. Gezählt wurden Geburtshelferkröten entweder wenn sie gesehen worden sind oder durch ihre Stimme.    24.5.2008, Markus Peter

Weid

Chüeloch

Bauschutz

Glögglifrosch

Glögglifrosch

Glögglifrosch

Bergmolch

Bergmolch